OUTFIT: LAYERING LOOK WITH FLORAL BOMBER JACKET, VOLANT BLOUSE & WHITE VEST

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Es ist endlich so weit! Der Frühling ist da! Die Sonne scheint, es ist herrlich warm und die Kirschblüten blühen. Ihr wisst gar nicht wie sehr mich das freut und was für Glücksgefühle das in mir auslöst. Ich liebe wirklich nichts mehr als den Frühling und Sommer. Man ist gleich viel vitaler, aktiver und einfach besser drauf. Das einzige Problem, welches mich zur Zeit outfittechnisch jedoch noch beschäftigt, ist die Tatsache, dass es morgens immer noch super kalt ist und die Temperaturen mittags so stark ansteigen, dass man schon keine Jacke mehr braucht. Die Lösung für dieses Problem? Der gute alte Layering Look!

Ich trage hier einen Layering Look aus Blusenkleid mit Volants, einer langen Weste und meiner wunderschönen neuen geblümten Bomberjacke, die doch einfach nur nach Frühling schreit, oder? Dazu kombiniere ich eine beige Leggins in Lederoptik und meine süßen rosanen Pumps mit Pfennigabsatz. Dies ist defintiv ein eher schicker Style, aber der Lagen-Look ist auch im Alltag umsetzbar! So ähnlich, nur mit anderen Schuhen könntet ihr es auch für die Arbeit oder andere Aktivitäten stylen und dann nach und nach Lage für Lage ablegen ;). So schafft ihr es jedenfalls gut durch den Frühlingsanfang, bis die Jacken dann ganz im Schrank bleiben können.

Wie gefällt euch der Look?

Bis ganz bald,
eure Isa ❤

SHOP MY LOOK
Bomber*: Stadtmädel (Buy it here)
Blouse: Zara (Buy similar here or here)
Vest: Mago (Buy similar here)
Pants: C&A (Buy similar here)
Shoes: C&A (Buy similar here)
Bag: No Name (Buy similar here)

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*in liebevoller Zusammenarbeit mit Stadtmädel

OUTFIT: LONG BLOUSE, LACE BUSTIER, BOMBER & PLATEAU FLATS

12Guten Morgen ihr Lieben!

Ich glaube, für mich persönlich gab es kaum so viele verrückte, auffällige Trends wie diese Saison. Von Korsett-Gürteln bis hin zu Volants in jeglicher Form und Farbe; diesen Frühling sind der Extravaganz wohl keine Grenzen gesetzt. Ein Trend, der mir in letzter Zeit immer häufiger begegnet ist und den ich dann für gut befunden habe, ist das Bustier. Dieses ist zwar schon länger sehr präsent in den Läden, jedoch kannte ich es bisher nur bauchfrei an super schlanken Mädels. Für mich, einer Frau mit etwas mehr Bäuchlein, kam dieser Trend nie in Frage. Umso mehr freue ich mich darüber, dass die hübschen Bustiers nun auch über Blusen und Hemden total angesagt sind.

Mir gefällt diese Kombi sehr, weil so einem lockeren Blusenhemd das gewisse Etwas verliehen werden kann. Ich trage hier eins schlichte, gestreifte Longbluse und darüber ein verspieltes Bustier aus schwarzer Spitze. Obwohl ich ein Fan von weiter Kleidung bin, finde ich es in dieser Kombi gar nicht mal schlecht, dass die Weiblichkeit etwas mehr zum Vorschein kommt. Um den Look aber insgesamt wieder etwas cooler zu machen, kombiniere ich dazu meine neue Bomberjacke, die ich zur Zeit wirklich rauf und runter trage. Ein weiteres Highlight dieses Outfits sind für mich definitiv meine Plateau Flats. Ich habe wirklich gefühlte Ewigkeiten nach einem Modell gesucht, welches dem Original von Stella McCartney halbwegs nahe kommt, und ich finde, dieses hübsche Paar in Silber kann sich sehen lassen!

Zuguterletzt trage ich zu meinem Outfit eine Tasche, die ebenfalls dem neusten Trend entspricht: Statement Straps. Egal wo man hinsieht, jeder Blogger trägt zur Zeit Taschen mit auffälligen Gürteln und auch ich bin inzwischen stolze Besitzerin dreier solcher Gürtel. Hier habe ich mich für einen sportlichen Gürtel in Camouflage-Optik entschieden, da das gesamte Outfit trotz Bustier eher sportlich daherkommt.

Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt auf eure Meinungen zu dem Look und verlinke euch wie immer alle Artikel, um den Look nachshoppen zu können!

Ich wünsche euch einen schönen Tag!
Eure Isa ❤

SHOP MY LOOK
Blouse: H&M (Buy similar here)
Bustier: H&M (Buy it here)
Jeans: H&M (Buy similar here)
Jacket: H&M (Buy it here)
Shoes: Pull&Bear (Buy them here)
Bag: Tk Maxx (Also love this one here)86421415131997161310

INTERIOR: OUR NEW OLD HOME – POSTER LOVE

1.jpgIhr Lieben,

wie sicher einige von euch mit verfolgt haben, steckte ich die letzten Wochen im absoluten Renovierungs-Chaos. Mein Freund und ich haben uns nach fast 4,5 Jahren Beziehung endlich dazu entschieden, den nächsten Schritt zu machen und zusammen zu ziehen. Da meine Wohnung für zwei Personen ausreichend ist, aber nach sieben Jahren, in denen ich allein hier gehaust habe, mal wieder einen neuen Anstrich nötig hatte, haben wir alles ein wenig auf den Kopf gestellt. Neue Wandfarben, neue Möbel und ganz wichtig: neue Dekoration. Um diese soll es im heutigen Post vor allem gehen.

Ich bin schon seit Ewigkeiten ein echter Fan von schönen Bildern bzw. Bilderwänden. In meinem Bad erstrahlte die ganze Wand im Schwarz-Weiß-Silberfarbenen Glanz und auch für das Wohnzimmer wollten wir jetzt eine tolle Bilderwand haben. Die Poster von Desenio* haben es mir schon lange angetan und ich wollte meine schon vorhandene Sammlung unbedingt erweitern. Wir haben uns also dazu entschieden eine richtig schön volle Wand über dem Sofa im Wohnzimmer zu gestalten und ich bin mir sicher, das werden nicht die letzten Poster sein, die ich bei Desenio shoppe. Mein Freund konnte sich Gottseidank auch mit allen Motiven anfreunden, nur Coco Chanel wollte er dann doch nicht so gern an der Wand haben :D.

Wir haben die gesamte Wand schlicht in schwarz-weiß gehalten, weil ich einfach finde, dass das immer zeitlos, elegant und stilvoll ist. Generell ist unser neues Wohnzimmer nun sehr viel schlichter, als es in früheren Zeiten war. Ich habe mich in den letzten Jahren zu einem richtigen Weiß-Liebhaber entwickelt und bräuchte fast keine andere Farbe mehr. Mit dem Grau des Sofas und dem vielen Gold in der Deko setzen wir dennoch ein paar “farbliche” Akzente und lassen das Ganze noch ein wenig edler wirken.

In den kommenden Wochen werdet ihr sicher noch viele Bilder mehr aus unserem neuen alten zu Hause zu sehen bekommen und ich freue mich drauf! Bis dahin vertröste ich euch aber mit einem Rabattcode für die wunderschönen Poster von Desenio! Von heute, also dem 14. 03. bis zum 16.03.2017 könnt ihr euch mit dem Code “iselotte25” ganze 25% auf eure Bestellung von euren Traum-Postern ergattern. Na, klingt das nicht gut? Ich finde schon, und wünsche euch ganz viel Freude beim Shoppen und Aufpeppen eurer vier Wände! ❤

Bis bald,
eure Isa ❤2345786

 *in liebevoller Zusammenarbeit mit Desenio

OUTFIT: RUFFLE HOODIE, JOGGING STYLE PANTS & MULE LOAFER

3aHallo Freunde!

Ich denke, kaum ein Fashion-Trend ist gerade so präsent, wie die Wiederauferstehung des Hoodies. Selbst die sonst eher eleganten Modeblogger haben sich dem sportlichen Kleidungsstück wieder zugewandt und kombinieren ihn zu schicken Handtaschen oder Stilettos. Ich war erst skeptisch, aber nun bin auch wieder ein absoluter Fan des lässigen Kapuzen-Pullis. Diesen würde ich jedoch nie wieder einfach nur sportlich zu Jeans und Nikes tragen, sondern ihn eben in ungewöhnlichen Kombinationen zeigen.

Das Modell mit Rüschen, welches ich hier trage, hat es mir sofort angetan. Ich finde diesen Hoodie einfach nur wunderschön und könnte ihn wirklich jeden Tag tragen. Durch die Rüschen wird der sonst sportliche Look aufgebrochen und das erste mal kann ein Hoodie auch wirklich girly aussehen. Ich jedenfalls liebe es! Mein Look besteht mal wieder aus einer Kombination von sportlich und schick. Ich trage eine tolle Stoffhose im angesagten Jogginghosen-Look, die ich mir auch bei Gerry Weber aussuchen durfte, und dazu kombiniere ich, um das sportliche nun wirklich ganz aufzubrechen, sehr elegante Satin-Loafer. Ja, diese Kombi ist definitiv gewagt, aber ich liebe sie. Ich versuche immer wieder, neue Styles auszuprobieren und nicht “alltäglich” rumzulaufen. Ich denke, mit diesem Outfit bin ich da gut mit dabei ;). Dieser Look ist einfach durch und durch eine Mischung aus elegant und sportlich und ich hoffe, dass sich der Trend zu solchen Kombis noch länger hält, da ich ihn super spannend finde und er so viele Möglichkeiten bietet.

Was meint ihr? Gefällt euch der Look und wie steht ihr zu der Rückkehr der Hoodies und Jogginghosen? Ich bin gespannt auf euer Feedback!

Habt noch einen schönen Abend!
Eure Isa ❤

SHOP MY LOOK
Hoodie:
Asos (Buy it here)
Pants*: Gerry Weber (Buy them here)
Loafer: H&M (Buy them here)
Bag: Joana & Paola (Buy similar here)

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*in liebevoller Zusammenarbeit mit Gerry Weber

OUTFIT: RED PATTERNED COAT, BELL SLEEVE KNIT & MULE LOAFERS

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Was habe ich darauf gewartet, endlich wieder meine Mule Loafer anzuziehen! Ich glaube, es gibt kaum einen Schuhtrend, den ich mehr liebe, als diesen und ich könnte wirklich tausend verschiedene Paare der raffinierten Loafer haben. Leider bin ich temperaturtechnisch zu empfindlich, um diese Schuhe wie manch andere hartgesottene Blogger auch im Winter zu tragen. Deshalb freue ich mich nun umso mehr darauf, dass nun der Frühling kommt und auch die Füße wieder etwas an die frische Luft kommen ;).

Der Hingucker dieses Looks sind aber dennoch nicht meine schwarzen Mules, sondern die Kombination aus meinem eleganten, rot gemusterten Mantel und dem Pullover mit Glockenärmeln. Ich liebe beide Teile sehr und hatte sofort im Kopf, sie genau so zu tragen. Für mich ist dieses Outfit auf jeden Fall eines, in dem ich mich richtig wohl fühle. Den Mantel habe ich vor einiger Zeit bei Gerry Weber gefunden und mich sofort verliebt. Hier versuche ich euch zu zeigen, wie man ein so klassisch anmutendes Teil dennoch stylisch kombinieren kann.

Ein weiteres besonderes Teil ist meine neue Aviator Brille mit Fensterglas, die ich mir direkt in Gold und Silber bestellt habe, da sie wirklich sehr preiswert waren. Ich habe wirklich ewig nach solchen Brillen gesucht und jetzt, wo sie irgendwie leider fast schon jeder Blogger trägt, sind diese Modelle natürlich nicht mehr schwer zu kriegen. Dennoch konnte ich nicht Nein sagen, denn ich habe tatsächlich eine kleine Schwäche für Brillen, auch wenn ich keine brauche. Ich finde, dass die Brille diesen Look, der im ganzen doch sehr elegant daher kommt, irgendwie auflockert und noch ein wenig Streetstyle-tauglicher macht. Was sagt ihr? Gefällt euch dieser Look? Ich freue mich wie immer sehr auf euer Feedback!

Genießt noch euren Sonntag!
Eure Isa ❤

SHOP MY LOOK
Coat: Gerry Weber (Buy similar here)
Knit: Mango (Buy similar here)
Jeans: Hollister (Buy them here)
Loafer: Pull&Bear (Buy them here)
Glasses: Amazon (Buy them here)
Bag: Zara (Buy similar here)

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1*in liebevoller Zusammenarbeit mit Gerry Weber


TREND WATCH: SOFT PASTELS FOR SPRING

Hallo Freunde!

Auch wenn das Wetter zur Zeit noch nicht viel davon blicken lässt, steht der Frühling bald vor der Tür! Damit verändern sich dann nicht nur (hoffentlich) die Temperaturen, sondern auch bei der Wahl unserer Garderobe findet endlich wieder ein Wechsel statt. Dann heißt es: Endlich weg mit den dicken Mänteln und Boots, her mit den leichten Jacken, Blusen und Sneakern!

Wie so oft im Frühling sind auch dieses Jahr wieder zarte Pastelltöne angesagt. Vor allem Kleidungsstücke in Rosa sollten jetzt auf unserer Shoppingliste stehen, aber auch mein geliebtes Hellblau bleibt weiterhin angesagt.

Um euch mal ein paar Teile zu zeigen, die ihr vielleicht nicht unbedingt überall präsentiert bekommt, habe ich mich mal wieder bei Esprit umgeschaut und einige tolle Frühlings-Teile gefunden, mit denen wir dem Trend auf jeden Fall gerecht werden können. Vor allem erfreut war ich über einige schöne Modelle von Off-Shoulder-Blusen, für die ja bekanntlich mein Herz schlägt, aber auch die Schuhauswahl ist dort diesen Frühling wieder super schön. Trotz der etwas höheren Preise lohnt es sich also auf jeden Fall, neben den Shopping-Marathons bei anderen üblichen Verdächtigen, auch mal hier vorbeizuschauen. Im Folgenden zeige ich euch nun meine Favoriten und wünsche euch viel Spaß beim Frühlings-Pastell-Shopping!

Bis ganz bald,
eure Isa<3

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INSIDE ISELOTTE: BEING A VOLUNTEER – BE THE CHANGE YOU WANT TO SEE IN THE WORLD.

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Hallo meine Lieben,

heute wende ich mich mit einem besonderen Post an euch, der mir schon seit längerem auf der Seele brennt. Dieser passt zwar vielleicht nicht unbedingt zu dem, was ihr sonst so von mir zu lesen bekommt, dennoch empfinde ich dieses Thema für mich als sehr wichtig und möchte gerne darauf aufmerksam machen.

Seit einigen Monaten schon habe ich nun eine ehrenamtliche Tätigkeit. Warum ich mich dafür entschieden habe? Das mag abgedroschen und klischeehaft klingen, aber ja, ich habe es gemacht, weil ich das dringende Bedürfnis hatte, einen wichtigen Teil zu dieser Gesellschaft beizutragen, etwas gutes zu tun, meine Kraft mit anderen zu teilen, die sie vielleicht mehr brauchen, und ein Zeichen zu setzen. Ich denke, in unserer heutigen Gesellschaft, in der Fremdenhass, Intoleranz, Angst vor Multikulturalität und dem Islam, und Unverständnis für “Andersartigkeit” zu immer größeren Problemen werden, ist es wichtig, dass JEDER von uns über seine Rolle in dieser Welt nachdenkt. Wie der Titel meines Posts schon sagt:

“Be the change you want to see in the world.”

Diesen Spruch habe ich in Texas an einer Klassentür einer High School gelesen, und er hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Vor allem haben es aber meine zwei Wochen in den USA, wo ich so viel lernen und wirklich spüren konnte, dass jeder von uns etwas verändern kann, wenn er nur will. Das Gefühl, auch etwas Wichtiges beitragen zu wollen, hat mich seither nicht losgelassen, sodass ich mich im November vergangenen Jahres bei der Freiwilligen-Agentur in Braunschweig gemeldet habe. Seitdem betreue ich einen 37 Jahre alten, syrischen Flüchtling und möchte euch heute gerne ein bisschen von meiner “Arbeit” mit ihm erzählen.

Ich setze dieses Wort bewusst in Häkchen, da es für mich keine Arbeit ist. Ja, es bringt Verantwortung mit sich. Neben all den anderen Dingen, die ich so zu tun habe, muss ich mir Zeit für diesen Menschen frei schaufeln. Und ich kann euch sagen: es ist nicht schwer. Vor meinem ersten Treffen mit meinem “Patenkind” war ich sehr aufgeregt. Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde, wie der Mann sein würde, was er von mir erwarten würde. Nachdem ich aber sofort sein von Freude erfülltes Gesicht sah, war alle Angst verflogen. Wir unterhielten uns locker und so gut es ging über tausend verschiedene Dinge. Er erzählte mir von seinem Leben in Syrien, von seiner Flucht hierher, und von seiner Familie, von der er nun leider schon seit zwei Jahren getrennt sein muss. Er trat die Flucht damals allein an, da es für seine Frau und Kinder zu gefährlich gewesen wäre, sie befinden sich aber derzeit auch in Sicherheit. Er kam zu Fuß aus der Türkei nach Deutschland und hatte auf einen Schlag nichts mehr. Zuvor war er ein wohlhabender Mann. Er hatte in Syrien ein gutes Leben, war jemand, der viel gearbeitet hat, und es war furchtbar für mich zu sehen, was aus seinem Zuhause geworden ist. Die Stadt Homs, aus der er stammt, ist nicht mehr als solche erkennbar. Wirklich alles ist zerbombt.

Als ich die Bilder sah, kamen mir unweigerlich die Tränen. In solchen Momenten wird einem erst bewusst, wie gut wir es haben, und wie wenig wir unser tägliches Leben hier in Deutschland wertschätzen. Ich musste leider schon so viele abfällige Äußerungen über Flüchtlinge hören, darüber, dass sie uns angeblich etwas wegnehmen. Meine Frage hierzu lautet nur: Wer von uns musste wegen eines Flüchtlings schon auf etwas verzichten? Ich kenne niemanden. Ich verstehe oft nicht, warum die Menschen hier und auch in anderen Ländern der Meinung sind, wir wären privilegierter, um in einem bestimmten Land ein gutes Leben zu haben. Denn ich finde wirklich: NEIN, das sind wir nicht. Wir sind wie jeder andere Mensch auf dieser Welt, wir haben genauso wie jeder andere das Recht, glücklich und unbeschwert leben zu können. Warum also macht uns das Glück, hier geboren zu sein, zu etwas Besserem? Diese Frage beschäftigt mich sehr häufig. Und versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass wir nicht alle aufnehmen können. Es muss Grenzen geben, aber hat nicht vom Prinzip her jeder Mensch verdient, an einen Ort zu gehen, an dem es besser ist? Würden wir es nicht genauso tun? Genau, würden wir. Alle sprechen immer von Wirtschaftsflüchtlingen, echauffieren sich darüber. Aber selbst da muss ich sagen: Was ist das Problem? Wenn wir hier in Armut leben müssten, würden wir selbst nicht auch versuchen, unserer Familie ein besseres Leben zu bieten? Mich greift dieses Denken persönlich oft an, denn auch meine Eltern sind vor zwei Jahrzehnten aus Polen hier her immigriert. Zwar war dies nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil wir auch Wurzeln in Deutschland hatten, aber dennoch: Wieso ist es bei so vielen Menschen normal zu denken, verschiedene Menschen hätten Verschiedenes verdient?

Ich konnte bei meinen Treffen mit meinem neu gewonnenen Freund erkennen, dass es keinen Unterschied zwischen uns gibt. Wir sind beide einfach nur Menschen. Mit unterschiedlicher Herkunft, einer anderen Geschichte, aber wir sind beide nur Menschen, die ein schönes Leben führen möchten. Ich durfte feststellen, dass dieser Mann alles dafür tut, um sich zu integrieren. Er hat selbst um diese Hilfe gebeten, er geht zur Schule, um Deutsch zu lernen. Und ja, es gibt auch solche, die das nicht tun. Die keine Hilfe wollen, die unsere Sprache nicht lernen wollen. Aber wir müssen eins lernen: Das liegt nicht an ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft, sondern daran, dass sie einfach solche Menschen sind. Ich hätte es auch schlecht und einen Mann treffen können, der ein Idiot ist. Hätte ich deshalb aber sofort daraus schließen müssen, dass alle syrischen Flüchtlinge Idioten sind? Nein. Denn jeder Mensch ist einzigartig und muss als solches betrachtet werden. Es gibt tausende tolle Deutsche, tolle Polen und auch tolle Syrer. Und es gibt aber auch immer welche, die das nicht sind. Das liegt aber nicht an unserer Nationalität, sondern daran, dass Menschen eben Menschen sind. Es gibt immer solche und solche.

Ich durfte erleben, wie viel Dankbarkeit mir entgegen gebracht wird. Jedes Mal, wenn wir uns sehen, bedankt sich mein Freund bei mir. Er dankt seinem Gott dafür, dass ich ihm helfe, mich für ihn einsetze. Das mag nun total schmalzig klingen, aber so ist es. Jedes mal, wenn ich ein paar Stunden mit ihm verbracht habe, habe ich nicht das Gefühl, Zeit verloren oder verschwendet zu haben. Im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, so viel zu gewinnen. Ich fühle mich danach jedes Mal besser, ich habe wirklich das Gefühl, privilegiert zu sein, meine Zeit mit diesem Menschen verbringen zu dürfen. Und so sollten wir alle es betrachten. Wir sollten erkennen, wie viel wir daraus für uns selbst lernen können, wie sehr uns das als Mensch bereichern kann. Ich bin jedes Mal so überwältigt von seiner Freundlichkeit, seinem so dringenden Wunsch, mir etwas zurückgeben zu wollen, obwohl ich nicht mal das Gefühl habe, etwas Großes zu tun. Ihm reicht es aber schon, dass ich da bin, mich interessiere, mit ihm spreche.

Wenn wir uns sehen verbringen wir einfach eine schöne Zeit zusammen, sprechen miteinander, damit er die Möglichkeit hat, die Sprache zu lernen. Manchmal helfe ich ihm bei seinen Hausaufgaben oder begleite ihn zu wichtigen Terminen. Derzeit kämpfen wir darum, dass seine Familie endlich auch nach Deutschland kommen kann. Es gab damit viele Probleme und ich musste selbst erkennen, was für ein katastrophaler Zustand in unserer Bürokratie vorherrscht. Mein syrischer Freund bekommt nicht viel Geld vom Staat, er lebt am Limit und gibt die Hälfte des Geldes für einen Anwalt aus, der ihm mit seiner Familie helfen soll. Wer denkt, dass Flüchtlinge in Saus und Braus leben, liegt also falsch. Vor allem sollte man immer bedenken, dass er vorher ein wirklich SEHR gutes Leben hatte. Er hatte alles, was er brauchte, er lebte in Wohlstand. Nun hat er kaum noch etwas und wird von vielen leider auch behandelt, als sei er kaum etwas. Das ist sehr traurig und lässt mich sehr stark an unserer Menschlichkeit zweifeln. Wir müssen uns bewusst machen, dass sehr viele Menschen gar nicht hier sein wollen, dass sie einfach aus ihrem Leben gerissen wurden. Sie würden gerne wieder nach Hause, so wie es wohl jeder von uns tun würde. Aber wo sollen sie hin?

Dieser Beitrag soll Aufmerksamkeit erregen. Er soll dazu anregen, über sich selbst und seine eigenen Einstellungen und Denkmuster bewusst nachzudenken. Ich erwarte nicht, dass jeder von uns so wie ich ein Ehrenamt übernehmen muss. Aber jeder von uns hat die Pflicht, sich über seinen eigenen Einfluss in unserer Gesellschaft bewusst zu werden. Alles was wir denken, alles was wir sagen, färbt auf andere ab. Wir tragen unsere Einstellungen weiter und beeinflussen andere unterbewusst, auch wenn wir manches vielleicht nicht ernst meinen. Jeder sollte in Zeiten, in denen viele schon davon sprechen, aus mangelnder Beschäftigung mit wichtigen Themen heraus die AFD zu wählen, darüber nachdenken, was er tun kann, um diese Welt zu einer besseren zu machen. Hass zerstört diese Welt. Neid zerstört diese Welt. Und Missgunst zerstört sie ebenso.

Jeder von uns sollte sich immer wieder bewusst machen, dass wir nichts Besseres sind als andere. Wir sollten dankbar sein, dass wir in Deutschland und nicht in Indien geboren wurden. Wir sollten dankbar sein, dass wir eine Wahl haben. Dass wir unsere Menschlichkeit unter Beweis stellen und etwas bewirken können, wenn wir nur wollen. Wenn jeder von uns nur etwas weniger nur mit sich selbst beschäftigt wäre, und ein wenig mehr mit seinen Mitmenschen, wäre diese Welt ganz sicher ein besserer Ort. Ich weiß, dass es Hass und Terror immer geben wird, aber wenn jeder von uns bei sich anfängt und Vorurteile ablegt, kann diese Welt sich verändern. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass alle Erfahrungen, die wir machen SUBJEKTIV sind.  Jeder sollte sich sein eigenes Bild machen, aber es auch immer wieder hinterfragen, und auch nicht alles adaptieren, was andere über irgendwen anders sagen. Vielleicht hatten wir Pech und haben häufiger Menschen einer bestimmten Nationalität kennengelernt, die nicht freundlich waren. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Menschen dieser Herkunft schlecht sind. Der Mensch ist es. Das kann ich sein, das kann mein Nachbar nebenan sein, aber ja, es kann auch der Moslem aus Syrien sein. Das hat aber nichts mit unserer Religion oder anderen Dingen zu tun, sondern damit, was wir für Menschen sind. Wenn das irgendwann mal zu einem durchdringt, denke ich, dass sich zwischen uns wirklich etwas verändern kann.

Wir sind nicht allein auf dieser Welt, dieser Fleck Erde ist nicht für uns reserviert, er gehört uns nicht. Wir sind alle nur Besucher hier, und wir alle können etwas dafür tun, dass dieser Besuch für uns ALLE ein schöner ist.

Ich hoffe, einige von euch konnten durch meine Geschichte zu einer anderen Einstellung gegenüber allem, was “anders” ist, angeregt werden und etwas für sich daraus mitnehmen. Ein Mensch kann die Welt nicht allein verändern, aber wenn jeder Mensch bei sich anfängt und daran arbeitet, können wir gemeinsam einiges schaffen. Seid freundlich zu anderen, und ihr werdet sehen, dass euch mit Freundlichkeit begegnet wird.

Bis ganz bald,
eure Isa<3