INSIDE ISELOTTE: BEING A VOLUNTEER – BE THE CHANGE YOU WANT TO SEE IN THE WORLD.

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Hallo meine Lieben,

heute wende ich mich mit einem besonderen Post an euch, der mir schon seit längerem auf der Seele brennt. Dieser passt zwar vielleicht nicht unbedingt zu dem, was ihr sonst so von mir zu lesen bekommt, dennoch empfinde ich dieses Thema für mich als sehr wichtig und möchte gerne darauf aufmerksam machen.

Seit einigen Monaten schon habe ich nun eine ehrenamtliche Tätigkeit. Warum ich mich dafür entschieden habe? Das mag abgedroschen und klischeehaft klingen, aber ja, ich habe es gemacht, weil ich das dringende Bedürfnis hatte, einen wichtigen Teil zu dieser Gesellschaft beizutragen, etwas gutes zu tun, meine Kraft mit anderen zu teilen, die sie vielleicht mehr brauchen, und ein Zeichen zu setzen. Ich denke, in unserer heutigen Gesellschaft, in der Fremdenhass, Intoleranz, Angst vor Multikulturalität und dem Islam, und Unverständnis für “Andersartigkeit” zu immer größeren Problemen werden, ist es wichtig, dass JEDER von uns über seine Rolle in dieser Welt nachdenkt. Wie der Titel meines Posts schon sagt:

“Be the change you want to see in the world.”

Diesen Spruch habe ich in Texas an einer Klassentür einer High School gelesen, und er hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Vor allem haben es aber meine zwei Wochen in den USA, wo ich so viel lernen und wirklich spüren konnte, dass jeder von uns etwas verändern kann, wenn er nur will. Das Gefühl, auch etwas Wichtiges beitragen zu wollen, hat mich seither nicht losgelassen, sodass ich mich im November vergangenen Jahres bei der Freiwilligen-Agentur in Braunschweig gemeldet habe. Seitdem betreue ich einen 37 Jahre alten, syrischen Flüchtling und möchte euch heute gerne ein bisschen von meiner “Arbeit” mit ihm erzählen.

Ich setze dieses Wort bewusst in Häkchen, da es für mich keine Arbeit ist. Ja, es bringt Verantwortung mit sich. Neben all den anderen Dingen, die ich so zu tun habe, muss ich mir Zeit für diesen Menschen frei schaufeln. Und ich kann euch sagen: es ist nicht schwer. Vor meinem ersten Treffen mit meinem “Patenkind” war ich sehr aufgeregt. Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde, wie der Mann sein würde, was er von mir erwarten würde. Nachdem ich aber sofort sein von Freude erfülltes Gesicht sah, war alle Angst verflogen. Wir unterhielten uns locker und so gut es ging über tausend verschiedene Dinge. Er erzählte mir von seinem Leben in Syrien, von seiner Flucht hierher, und von seiner Familie, von der er nun leider schon seit zwei Jahren getrennt sein muss. Er trat die Flucht damals allein an, da es für seine Frau und Kinder zu gefährlich gewesen wäre, sie befinden sich aber derzeit auch in Sicherheit. Er kam zu Fuß aus der Türkei nach Deutschland und hatte auf einen Schlag nichts mehr. Zuvor war er ein wohlhabender Mann. Er hatte in Syrien ein gutes Leben, war jemand, der viel gearbeitet hat, und es war furchtbar für mich zu sehen, was aus seinem Zuhause geworden ist. Die Stadt Homs, aus der er stammt, ist nicht mehr als solche erkennbar. Wirklich alles ist zerbombt.

Als ich die Bilder sah, kamen mir unweigerlich die Tränen. In solchen Momenten wird einem erst bewusst, wie gut wir es haben, und wie wenig wir unser tägliches Leben hier in Deutschland wertschätzen. Ich musste leider schon so viele abfällige Äußerungen über Flüchtlinge hören, darüber, dass sie uns angeblich etwas wegnehmen. Meine Frage hierzu lautet nur: Wer von uns musste wegen eines Flüchtlings schon auf etwas verzichten? Ich kenne niemanden. Ich verstehe oft nicht, warum die Menschen hier und auch in anderen Ländern der Meinung sind, wir wären privilegierter, um in einem bestimmten Land ein gutes Leben zu haben. Denn ich finde wirklich: NEIN, das sind wir nicht. Wir sind wie jeder andere Mensch auf dieser Welt, wir haben genauso wie jeder andere das Recht, glücklich und unbeschwert leben zu können. Warum also macht uns das Glück, hier geboren zu sein, zu etwas Besserem? Diese Frage beschäftigt mich sehr häufig. Und versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass wir nicht alle aufnehmen können. Es muss Grenzen geben, aber hat nicht vom Prinzip her jeder Mensch verdient, an einen Ort zu gehen, an dem es besser ist? Würden wir es nicht genauso tun? Genau, würden wir. Alle sprechen immer von Wirtschaftsflüchtlingen, echauffieren sich darüber. Aber selbst da muss ich sagen: Was ist das Problem? Wenn wir hier in Armut leben müssten, würden wir selbst nicht auch versuchen, unserer Familie ein besseres Leben zu bieten? Mich greift dieses Denken persönlich oft an, denn auch meine Eltern sind vor zwei Jahrzehnten aus Polen hier her immigriert. Zwar war dies nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil wir auch Wurzeln in Deutschland hatten, aber dennoch: Wieso ist es bei so vielen Menschen normal zu denken, verschiedene Menschen hätten Verschiedenes verdient?

Ich konnte bei meinen Treffen mit meinem neu gewonnenen Freund erkennen, dass es keinen Unterschied zwischen uns gibt. Wir sind beide einfach nur Menschen. Mit unterschiedlicher Herkunft, einer anderen Geschichte, aber wir sind beide nur Menschen, die ein schönes Leben führen möchten. Ich durfte feststellen, dass dieser Mann alles dafür tut, um sich zu integrieren. Er hat selbst um diese Hilfe gebeten, er geht zur Schule, um Deutsch zu lernen. Und ja, es gibt auch solche, die das nicht tun. Die keine Hilfe wollen, die unsere Sprache nicht lernen wollen. Aber wir müssen eins lernen: Das liegt nicht an ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft, sondern daran, dass sie einfach solche Menschen sind. Ich hätte es auch schlecht und einen Mann treffen können, der ein Idiot ist. Hätte ich deshalb aber sofort daraus schließen müssen, dass alle syrischen Flüchtlinge Idioten sind? Nein. Denn jeder Mensch ist einzigartig und muss als solches betrachtet werden. Es gibt tausende tolle Deutsche, tolle Polen und auch tolle Syrer. Und es gibt aber auch immer welche, die das nicht sind. Das liegt aber nicht an unserer Nationalität, sondern daran, dass Menschen eben Menschen sind. Es gibt immer solche und solche.

Ich durfte erleben, wie viel Dankbarkeit mir entgegen gebracht wird. Jedes Mal, wenn wir uns sehen, bedankt sich mein Freund bei mir. Er dankt seinem Gott dafür, dass ich ihm helfe, mich für ihn einsetze. Das mag nun total schmalzig klingen, aber so ist es. Jedes mal, wenn ich ein paar Stunden mit ihm verbracht habe, habe ich nicht das Gefühl, Zeit verloren oder verschwendet zu haben. Im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, so viel zu gewinnen. Ich fühle mich danach jedes Mal besser, ich habe wirklich das Gefühl, privilegiert zu sein, meine Zeit mit diesem Menschen verbringen zu dürfen. Und so sollten wir alle es betrachten. Wir sollten erkennen, wie viel wir daraus für uns selbst lernen können, wie sehr uns das als Mensch bereichern kann. Ich bin jedes Mal so überwältigt von seiner Freundlichkeit, seinem so dringenden Wunsch, mir etwas zurückgeben zu wollen, obwohl ich nicht mal das Gefühl habe, etwas Großes zu tun. Ihm reicht es aber schon, dass ich da bin, mich interessiere, mit ihm spreche.

Wenn wir uns sehen verbringen wir einfach eine schöne Zeit zusammen, sprechen miteinander, damit er die Möglichkeit hat, die Sprache zu lernen. Manchmal helfe ich ihm bei seinen Hausaufgaben oder begleite ihn zu wichtigen Terminen. Derzeit kämpfen wir darum, dass seine Familie endlich auch nach Deutschland kommen kann. Es gab damit viele Probleme und ich musste selbst erkennen, was für ein katastrophaler Zustand in unserer Bürokratie vorherrscht. Mein syrischer Freund bekommt nicht viel Geld vom Staat, er lebt am Limit und gibt die Hälfte des Geldes für einen Anwalt aus, der ihm mit seiner Familie helfen soll. Wer denkt, dass Flüchtlinge in Saus und Braus leben, liegt also falsch. Vor allem sollte man immer bedenken, dass er vorher ein wirklich SEHR gutes Leben hatte. Er hatte alles, was er brauchte, er lebte in Wohlstand. Nun hat er kaum noch etwas und wird von vielen leider auch behandelt, als sei er kaum etwas. Das ist sehr traurig und lässt mich sehr stark an unserer Menschlichkeit zweifeln. Wir müssen uns bewusst machen, dass sehr viele Menschen gar nicht hier sein wollen, dass sie einfach aus ihrem Leben gerissen wurden. Sie würden gerne wieder nach Hause, so wie es wohl jeder von uns tun würde. Aber wo sollen sie hin?

Dieser Beitrag soll Aufmerksamkeit erregen. Er soll dazu anregen, über sich selbst und seine eigenen Einstellungen und Denkmuster bewusst nachzudenken. Ich erwarte nicht, dass jeder von uns so wie ich ein Ehrenamt übernehmen muss. Aber jeder von uns hat die Pflicht, sich über seinen eigenen Einfluss in unserer Gesellschaft bewusst zu werden. Alles was wir denken, alles was wir sagen, färbt auf andere ab. Wir tragen unsere Einstellungen weiter und beeinflussen andere unterbewusst, auch wenn wir manches vielleicht nicht ernst meinen. Jeder sollte in Zeiten, in denen viele schon davon sprechen, aus mangelnder Beschäftigung mit wichtigen Themen heraus die AFD zu wählen, darüber nachdenken, was er tun kann, um diese Welt zu einer besseren zu machen. Hass zerstört diese Welt. Neid zerstört diese Welt. Und Missgunst zerstört sie ebenso.

Jeder von uns sollte sich immer wieder bewusst machen, dass wir nichts Besseres sind als andere. Wir sollten dankbar sein, dass wir in Deutschland und nicht in Indien geboren wurden. Wir sollten dankbar sein, dass wir eine Wahl haben. Dass wir unsere Menschlichkeit unter Beweis stellen und etwas bewirken können, wenn wir nur wollen. Wenn jeder von uns nur etwas weniger nur mit sich selbst beschäftigt wäre, und ein wenig mehr mit seinen Mitmenschen, wäre diese Welt ganz sicher ein besserer Ort. Ich weiß, dass es Hass und Terror immer geben wird, aber wenn jeder von uns bei sich anfängt und Vorurteile ablegt, kann diese Welt sich verändern. Man sollte sich immer vor Augen halten, dass alle Erfahrungen, die wir machen SUBJEKTIV sind.  Jeder sollte sich sein eigenes Bild machen, aber es auch immer wieder hinterfragen, und auch nicht alles adaptieren, was andere über irgendwen anders sagen. Vielleicht hatten wir Pech und haben häufiger Menschen einer bestimmten Nationalität kennengelernt, die nicht freundlich waren. Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Menschen dieser Herkunft schlecht sind. Der Mensch ist es. Das kann ich sein, das kann mein Nachbar nebenan sein, aber ja, es kann auch der Moslem aus Syrien sein. Das hat aber nichts mit unserer Religion oder anderen Dingen zu tun, sondern damit, was wir für Menschen sind. Wenn das irgendwann mal zu einem durchdringt, denke ich, dass sich zwischen uns wirklich etwas verändern kann.

Wir sind nicht allein auf dieser Welt, dieser Fleck Erde ist nicht für uns reserviert, er gehört uns nicht. Wir sind alle nur Besucher hier, und wir alle können etwas dafür tun, dass dieser Besuch für uns ALLE ein schöner ist.

Ich hoffe, einige von euch konnten durch meine Geschichte zu einer anderen Einstellung gegenüber allem, was “anders” ist, angeregt werden und etwas für sich daraus mitnehmen. Ein Mensch kann die Welt nicht allein verändern, aber wenn jeder Mensch bei sich anfängt und daran arbeitet, können wir gemeinsam einiges schaffen. Seid freundlich zu anderen, und ihr werdet sehen, dass euch mit Freundlichkeit begegnet wird.

Bis ganz bald,
eure Isa<3

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INSIDE ISELOTTE: LIEBSTER BLOGGER AWARD

4Hallo meine Lieben!

Wie viele andere Blogger wurde ich von meiner lieben Luisa dazu nominiert, ihre elf gestellten, persönlichen Fragen zu beantworten. Ich finde, das ist eine ganz schöne Idee, um sich zu vernetzen und Blogger auch mal von einer etwas persönlicheren Seite kennen zu lernen, sodass ich die mir gestellten Fragen nun so gut es geht beantworten und dann selbst acht Mädels mit eigenen Fragen nominieren möchte ;).

Also, los geht’s:

1. Was ist das Verrückteste, das du je getan hast?
Puh, gleich zu Anfang so eine knifflige Frage… Da muss ich natürlich scharf nachdenken, denn ich denke, sowas richtig außergewöhnlich Verrücktes wie Bungee Jumping oder sowas habe ich noch nie gemacht. Nach längerem Überlegen würde ich aber meinen, das Verrückteste für mich persönlich war ein Erlebnis, welches ich mit ca. 4 Jahren hatte. Ich war zu Besuch bei meiner Familie in Polen und habe auf dem Bauernhof meiner Oma ein kleines Kalb im Stall entdeckt, welches nur durch eine quer am Stall angebrachte Holzleiter “eingeschlossen” war. Ich fand es damals wohl ziemlich witzig, das Kälbchen zu ärgern und zu piesacken. Das war schon nicht so nett, aber dann warum auch immer die Leiter zu entfernen (Gott weiß woher ich die Kraft dazu hatte), zeugte nicht gerade von Intelligenz. Das Kalb war natürlich verärgert und brach aus, um mich zu jagen. Ich bin wie wild schreiend los gerannt und hatte Glück, dass mein Papa nicht weit weg war, um mich zu retten. Ja, das war schon eine ziemlich prägende Erfahrung, aber seither habe ich nie wieder ein Tier verärgert.

2. Was bringt dich zum Lachen?
Diese Frage ist schon weitaus einfacher zu beantworten. Da ich ein sehr humorvoller Mensch bin, kann ich über sehr vieles lachen. Ich denke, vor allem die kleinen Momente, die man mit nahestehenden Personen hat, die einfach so eine Situationskomik mit sich bringen, sind für mich die Schönsten. Wenn man jemandem davon erzählt, kommt es oft nicht mehr so witzig rüber,  aber für einen selbst können die kleinsten Kleinigkeiten ein Grund zum Lachen sein. Ich denke, das ist auch das Schöne am Leben, einfach mal nicht so viel nachdenken, und redet man noch so viel Quatsch (was ich ziemlich gut und gerne tue), die Hauptsache ist doch, man hat Spaß!

3.Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?
Wenn ich Geburtstag hatte, war ich manchmal echt enttäuscht. Ich hatte immer so hohe Erwartungen an diesen Tag, dass er besonders außergewöhnlich, schön und anders sein muss, als alle anderen. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass so ein Zwang gar nichts bringt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die schönsten Tage meist die sind, an denen man gar nichts plant, alles auf sich zukommen lässt und einfach die Zeit mit Menschen genießt, die man liebt. Ich denke, das wäre auch meine Antwort: für mich ist jeder Tag perfekt, an dem ich meine Familie und Freunde um mich habe. Und dabei ist es mir meist egal, was man macht. Die Hauptsache ist, man ist zusammen.

 4. Was bedeutet für dich Heimat?
Diese Frage passt für mich gut zu der vorherigen, denn für mich ist Heimat nur eines: Familie. Auch wenn ich ein sehr weltoffener Mensch bin und gerne die Welt erkunden will, bin ich doch ganz und gar ein Familienmensch. Ich könnte mir niemals vorstellen, in einer anderen Stadt, geschweige denn einem anderen Land zu leben als meine Eltern und Schwestern. Meine Eltern, meine Schwestern und mein Freund sind mein Zuhause. Meine Heimat ist also nicht von einem Ort abhängig, sondern eher davon, mit wem ich zusammen bin.

5. Auf was könntest du niemals verzichten? 
Darauf, das zu essen, was ich will! Ganz egal wann oder was, ich verzichte auf nichts mehr. Ich hatte Phasen, in denen ich mir sehr viele Verbote auferlegt habe, um irgendeinem Ideal zu entsprechen, was nicht einmal mein eigenes ist. Seit einiger Zeit habe ich damit Schluss gemacht. Ich lese keine Diätratgeber oder mache Fitnessprogramme. Mein einziger Berater ist mein eigener Körper, denn der weiß am besten was ich brauche. Seitdem ich so denke, geht es mir in meinem Körper viel besser und man lernt, sich zu nehmen wie man ist. Das würde ich auch all den anderen Menschen wünschen, die sich selbst immer wieder den Spaß am Essen nehmen, weil sie sich einem gesellschaftlichen Zwang unterwerfen. Essen ist so eine tolle Sache und das Leben ist zu kurz, um sich etwas zu verbieten!

6. Was war deine größte Modesünde?
Rückblickend betrachtet gab es in meinem Leben natürlich schon einige modische Fauxpas. Irgendwie entwickelt man sich ja immer weiter und wenn man sich Bilder von vor fünf Jahren ansieht, fragt man sich “Was hat mich da nur geritten?”. Ich denke aber, die aller schlimmste Modesünde waren mit Abstand die wunderschönen Buffalo Boots, die in den 90ern einfach jeder haben musste. Warum ich das schön fand, und noch viel eher warum auch heute noch Menschen diese klobigen Gebilde an den Füßen tragen, bleibt mir ein Rätsel.

7. Gibt es jemanden, mit dem du gerne mal einen Tag tauschen würdest?
Über diese Frage habe ich tatsächlich schon einige mal nachgedacht und sicher gibt es Menschen, die man beneidet, bewundert oder man hatte Zeiten, in denen man gerne jemand anderes gewesen wäre. Heute kann ich aber mit Sicherheit sagen, dass ich denke, dass alles, was wir so erleben, einen tieferen Sinn hat und uns zu dem macht, was wir sind. Demnach würde ich diese Frage mit Nein beantworten. Jeder kann sich sein Leben bis zu einem gewissen Grad so gestalten, dass er zufrieden und glücklich ist. Auf andere neidisch zu sein und sich zu vergleichen, macht nur unglücklich und bringt uns auch nicht voran. Man sollte viel öfter einfach mit dem zufrieden sein, was man hat.

8. Was ist für dich das Frustrierendste am Bloggen?
Ich denke, dieses Thema spreche ich nicht als erste an, denn es ist ein allgemein bekanntes Problem. Instagram ist gerade DAS Social Medium und alles läuft nur noch darüber. Sich dann mit seinem Blog zu etablieren, wird immer schwieriger, weil die meisten sich kaum noch die Mühe machen, mal einen Blick zu riskieren. Durch den neuen Algorithmus bei Instagram wird das ganze natürlich noch ärgerlicher, weil die großen Blogger immer größer werden, während die kleinerem wie ich langsam in der Masse untergehen. Ich versuche aber, mir nicht mehr allzu viel daraus zu machen und den Spaß an der Sache nicht zu verlieren. Denn den habe ich nach wie vor und darum sollte es doch vor allem gehen.

9. Bist du ein Kopf- oder Bauchmensch?
Definitiv ein Kopfmensch! Einige mögen das von mir nicht erwarten, aber ich bin eine Person, die sehr viel über alles nachdenkt, was sie tut und sagt. Ich möchte oft alles richtig machen und setze mich damit leicht unter Druck. So langsam bin ich da aber auch schon etwas lockerer geworden, auch wenn ich wohl immer tendenziell ziemlich verkopft bleiben werde.

10. Welcher Song erinnert dich an deine Kindheit?
Da gibt es ganz sicher unendlich viele, aber ein Song, der mich stark an meine Kindheit erinnert, ist der Klassiker “Saturday Night” von Whigfield. Ich weiß noch ganz genau, wie ich mir damals Zöpfe gebunden, das Lied laut im Keller meiner Eltern aufgedreht, und ganz wild getanzt habe. Wenn ich heute daran denke, muss ich schmunzeln und man wäre doch gerne mal wieder ein Kind.

11. Wirst du zur Diva wenn du lange nichts gegessen hast?
Haha, okay, jetzt kommt mein wahres Gesicht zum Vorschein. Tatsächlich kann ich ganz schön grantig werden, wenn es um Essen geht. Mit Hunger kann ich zwar an sich ganz gut umgehen, aber es gibt wohl nichts, das ich mehr hasse, als wenn ich einen riesen Kohldampf habe, mich den ganzen Tag auf etwas Bestimmtes freue und total drauf eingestellt bin, um dann nach Hause zu kommen und festzustellen, dass es jemand aufgegessen hat. Da könnte ich wirklich explodieren und habe einen richtigen Futterneid. Und das Schlimmste: Wenn ich dann wirklich schon ewig lange ausgehungert bin  und dann das weg ist, was ich wollte, kann ich mich oft auf nichts anderes mehr einlassen und verzweifle vor dem Kühlschrank. Ich weiß, das klingt ganz schön nach einem Luxusproblem, aber Gottseidank passiert das, seitdem ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, nur noch selten ;).

So, das waren nun meine persönlichen und ehrlichen Antworten, sodass ich euch nun meine Fragen stellen kann:

1. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?
2. Worauf bist du stolz?
3. Was war das Peinlichste, das dir je passiert ist?
4. Bist du Team Hund oder Katze?
5. Was möchtest du in  10 Jahren erreicht haben?
6. Welche Ziele verbindest du mit dem Bloggen?
7. Auf welche Eigenschaften legst du bei anderen besonders viel Wert?
8. Was war der schönste Ort, den du je gesehen hast?
9. Von welchem Modetrend wünschst du dir, dass er niemals wieder zurück kommt?
10. Was macht dich glücklich?
11. Wenn du dir selbst ein Kompliment machen müsstest, welches wäre das?

Und meine nominierten sind:

Alyssa von Anotherlovely
Nathalie von Fashionpassionlove
Dani von Dani Nanaa
Moni von GlueckskindMoni
Aline von Fashionzauber
Tatjana von Pastellrose
Alexa von Cocolovin
Jessi von Fashionzire

Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten meine Lieben!
Eure Isa ❤

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INSIDE ISELOTTE: MY LAST SUMMER DRESS, OR HOW TO SPEND YOUR TIME IN WINTER

3.jpg Hallo meine Lieben!

Nach viel zu langer Zeit melde ich mich mal wieder hier auf dem Blog zurück. Da die letzten Wochen bei mir sehr ereignisreich und turbulent waren, kam ich überhaupt nicht mehr dazu, neue Posts zu verfassen. Aber jetzt sollte es langsam wieder Bergauf gehen!

Ich persönlich habe gerade ziemlich mit den kalten Temperaturen zu kämpfen. Da ich ja die letzten zwei Oktoberwochen in Texas verbracht habe, hatte ich einen verlängerten Sommer und kann mich noch nicht ganz von diesem verabschieden, zumal wir den Herbst ja auch irgendwie vollkommen übersprungen haben! Deshalb zeige ich euch in diesem Post mein letztes Sommerkleid für dieses Jahr, welches ich so gerne noch draußen getragen hätte, aber nun musste das heimische Wohnzimmer für dessen Präsentation herhalten. Das wunderschöne Kleid könnt ihr bei Interesse, falls ihr zum Beispiel noch in die Sonne fliegt, für inzwischen nur noch 9 Dollar hier * erstehen. Also wenn das kein Schnapper ist, dann weiß ich auch nicht! 😉

All diejenigen, für die das nicht gilt, müssen sich natürlich genauso wie ich mit der dunklen Jahreszeit anfreunden und das Beste draus machen! Mich persönlich stört am Winter immer, dass die Tage so kurz sind und es so schnell dunkel wird. Diese Tatsache birgt jedoch auch Vorteile, denn plötzlich hat man wieder Zeit für Dinge, die man im Sommer oft vernachlässigt, oder die einfach erst im Winter wirklich Spaß machen. Deshalb habe ich euch an diesem kalten Sonntag meine sieben persönlichen Tipps zusammengestellt, die euch dabei helfen können, den Winter trotz kurzer Tage abwechslungsreich und sinnvoll zu gestalten:

1. Sport hält euch gesund
Obwohl ich tendenziell eher eine Person bin, die lieber im Sommer Sport macht, fällt dieser oft einfach flach, da man so viele andere Dinge lieber tut, als bei Sonnenschein zu ackern. Deshalb bietet sich der Winter für sportliche Aktivitäten umso mehr an! Zwar möchte man bei der Kälte eigentlich am liebsten nur auf der Couch lümmeln, aber ein kleiner Lauf an der frischen Luft zum Beispiel hält fit, stärkt das Immunsystem, und die heiße Dusche danach ist einfach unbezahlbar. Auch Schwimmbäder werden viel zu oft vernachlässigt und können im Winter super genutzt werden, um sich auszutoben und natürlich um unnötigen Erkältungen und den Extra-Pfunden in der Weihnachtszeit entgegenzuwirken 😉 Also überwindet euren Schweinehund und raus mit euch! Euer Körper und auch einer schlechtes Gewissen werden es euch danken!

2. Schluss mit lustig!
Es gibt wohl keine andere Jahreszeit, die sich mehr dazu eignet, mal ordentlich auszumisten und sich von unnötigem Kram zu trennen, als der Winter. Ich muss ehrlich sagen, dass mich manchmal ein richtiger Aufräum-Fimmel überkommt und ich richtig Gefallen daran finde, alles aus den Schränken zu holen und neu zu ordnen. Ab und zu muss man einfach mal loslassen und vor allem seinem Kleiderschrank wieder Raum zum atmen geben. Der positive Nebeneffekt: Wenn ihr eure nicht mehr gebrauchte Kleidung spendet, freut sich noch jemand anderes darüber, der sie wahrscheinlich mehr braucht, als wir!

3. Jetzt wird’s heiß!
Es gibt eine Sache, die ich am Winter liebe: das Einkuscheln in warme Bettwäsche, schlafen mit Wärmflasche und das Trinken von leckeren Heißgetränken. Der absolute Renner für mich ist ein Getränk, welches ich mir aus erwärmtem, naturtrübem Apfelsaft, einer Zimtstange und alkoholfreiem Amarettosirup zubereite. Probiert es mal aus, es ist einfach köstlich!

4. Das große Backen
Was darf in der Winterzeit natürlich nicht fehlen? Richtig, Plätzchen in Hülle und Fülle! Nicht nur das Verspeisen der süßen Leckerei macht Freude, sondern auch das Backen; denn hier kann man mit Freunden und Familie zusammen kommen und sich richtig schön auf die Weihnachtszeit einstimmen. Wer noch keine Idee für leckere Plätzchen hat, findet bei mir auf dem Blog dieses Rezept für meine traditionellen Butterplätzchen, die ich auch dieses Jahr wohl wieder zuhauf backen werde!

5. Schenken macht Spaß!
Bald steht nun auch der Advent vor der Tür, und ich muss sagen, eine meiner allerliebsten Lieblingsbeschäftigungen im Winter ist das Basteln von Adventskalendern! Ich liebe es, anderen eine Freude zu machen und sie mit kleinen Dingen zu überraschen, weswegen mein Freund nun schon jedes Jahr einen selbst gemachten Kalender von mir bekommen hat. Ob ihr die Geschenke nun einfach einpackt und an eine Leine hängt, kleine Tüten bastelt, oder Kaffeebecher dekoriert und die Leckereien darin versteckt, eurer Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, und ich finde, sich kreativ zu beschäftigen, ist immer gut für die Seele und beruhigt!

6. Zeit zum Abschalten
In Zeiten wie unserer, wo alles immer schnelllebiger wird und digitale Medien das A und O geworden sind, ist es neben all dem Instagram, Facebook, Serien schauen und Co. auch immer mal wieder schön, sich ein Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Lesen beruhigt, bildet und ist mindestens genauso unterhaltsam, wie das, was wir im TV oder im Internet finden, also schnappt euch mal wieder ein Buch das euch interessiert, oder eines, welches ihr vielleicht schon mal gelesen habt und besonders mochtet, und gönnt eurer Seele mal ein wenig Ruhe.

 7. Der Sinn der Weihnachtszeit
Zwar ist das Weihnachtsfest in unserer Gesellschaft inzwischen hauptsächlich kommerziell geworden und viele wissen nicht einmal, worum es dabei geht, für mich bedeutet die kalte Jahreszeit jedoch vor allem Eins: Zeit für Besinnlichkeit. Je mehr Zeit ich zu Hause verbringe, desto mehr habe ich Zeit, um über mich selbst und die Welt, in der ich lebe, nachzudenken. Viel zu oft denken wir nur an uns selbst, sind nur mit unseren Problemen beschäftigt und sehen nicht mehr das große Ganze. Vor allem jetzt, wo die US-Wahlen so gelaufen sind, denke ich viel darüber nach, was das für unsere Gesellschaft und uns als Menschen bedeutet, und habe das Bedürfnis einen Beitrag zu leisten. Ich habe mir fest vorgenommen, mich nächste Woche um ein soziales Engagement zu bemühen, bei dem ich versuchen möchte, etwas Gutes zu leisten und Menschen miteinander zu verbinden. Ich denke, helfen kann und sollte man immer, vielleicht fällt es dem einen oder anderen ja aber jetzt, wo viele andere Aktivitäten wegfallen, leichter sich zu engagieren. “Be the change you want to see in the world”, ein Zitat Gandhis, welches ich an einer Tür in einer High School in Texas gelesen habe, begleitet mich jetzt und ich denke, jeder von uns sollte sich dieses zu Herzen nehmen.

So meine Lieben, dies waren meine Tipps für die kalten Tage und vielleicht ist ja für euch das ein oder andere dabei, das euch inspiriert oder euch dabei hilft, eure Zeit sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten!

Wenn ihr noch weitere Tipps oder natürlich Feedback habt, immer her damit!
Bis dahin wünsche ich euch einen schönen, kuscheligen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Eure Isa ❤

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*in liebevoller Zusammenarbeit mit SheInside

REVIEW: EMS TRAINING| 25 MINUTES BRAUNSCHWEIG

Wer kennt das Problem noch? Man möchte unglaublich gerne fit und sportlich sein, eine gute Figur haben und straffe Haut, doch der eigene Schweinehund macht einem immer wieder einen Strich durch die Rechnung? Auch wenn ich schon immer ein sportlicher Mensch war, auch ich habe solche Phasen und habe von Zeit zu Zeit Probleme mich zu motivieren. Warum? Zum einen, weil Sport anstrengend ist, zum anderen, weil mein Studium und mein Privatleben mir oft andere Dinge abverlangen, die den Terminplan immer enger werden lassen.

Hier kommt das EMS-Training ins Spiel, welches ich in den letzten zwei Monaten im 25 Minutes in Braunschweig testen durfte. Dieses Training ist deshalb für Schwerbeschäftigte interessant, weil es lediglich 20 Minuten dauert! Ein weiterer Vorteil ist in diesem Studio, dass die Trainingszeiten immer terminlich festgelegt werden, sodass es viel schwerer fällt, nicht hinzugehen, da man hier dann auch absagen muss. Ich habe bei mir selbst gemerkt, dass das für meine Psyche auf jeden Fall vorteilhaft war. Ich wusste, wann das nächste Training anstand und habe die abgesprochenen Zeiten dadurch immer fest in meinen Tagesablauf eingeplant. Das hat es mir auf jeden Fall erleichert, regelmäßig Sport zu machen und diesen in meinen Alltag zu integrieren – denn es ging ja schließlich nur um 20 Minuten.

In diesem Erfahrungbsbericht möchte ich euch zuallererst einen kleinen Überblick darüber verschaffen, was EMS eigentlich ist und wie es funktioniert. Außerdem werde ich euch auch im Besonderen über das Training im und meine Erfahrungen mit dem 25 Minutes Braunschweig berichten und euch ehrlich meine persönlichen Erfahrungen mit dieser Trainingsart mitteilen.

EMS – WAS IST DAS EIGENTLICH?
Kommen wir zu allererst zum wichtigsten Teil des ganzen. Viele werden das EMS-Training sicher schon wenigstens vom Sehen kennen, andere betreiben es vielleicht schon selbst. Für diejenigen, die jedoch keinen blassen Schimmer haben, worum es sich dabei handelt, hier eine kleine zusammenfassende Information, die auf der Website des 25 Minutes zu lesen ist:

EMS bedeutet elektrische Muskelstimulation. Während beim konventionellen Training die Muskeln über elektrische Signale vom Gehirn gesteuert werden, um eine Kontraktion und somit eine Bewegung auszulösen, erhält die Muskulatur bei EMS elektrische Impulse von außen zugeführt. Das Ergebnis ist eine Muskelkontraktion. Hierbei wird durch das gleichzeitige Aktivieren von Agonist und Antagonist, sowie den schwer erreichbaren Stabilisatoren ein echtes Ganzkörpertraining erreicht. Die Muskeln sind dabei intensiver trainierbar.

Wie ihr also lesen konntet, geht es beim EMS-Training um die gezielte Nutzung von Impulsen zur Stimulation der Muskeln. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir vor dem Training absolut gar nicht vorstellen konnte, wie das genau abläuft, oder wie es sich anfühlen würde. Deshalb versuche ich euch nun einen kleinen Einblick darüber zu verschaffen, wie so ein EMS-Training in der Regel abläuft.

EMS-TRAINING IM 25 MINUTES BRAUNSCHWEIG 
Im EMS-Studio in Braunschweig sind die Grundausstattung für jedes Training zum einen die eigene Trainingskarte und zum anderen die Trainingswäsche. Die Karte habe ich vor Beginn meines ersten Trainings erhalten und musste sie dann jedes mal wieder mitbringen. Die Wäsche hingegen bekommt man jedes mal wieder vom Studio gestellt. Es handelt sich hierbei um eine enge knielange Hose und ein Oberteil aus dünnem, elastischen Material. Diese Wäsche wird von allen Mitgliedern genutzt und vor der nächsten Nutzung natürlich gründlich gereinigt, sodass ich hiermit nie ein Problem hatte. Etwas befremdlich fand ich anfangs jedoch, dass man die Wäsche gänzlich ohne Unterwäsche darunter tragen muss, da die Impulse so besser an alle Körperstellen gelangen. Aber auch daran habe ich mich schnell gewöhnt, und nach zwei, drei Trainingseinheiten war das Ganze ganz normal für mich. 

Das wichtigste für das Training ist natürlich die Weste, welche an den Strom geschlossen wird und die Impulse leitet. Diese Weste wird jeweils mit Gurten an den Oberarmen, den Oberschenkeln und dem Po verkabelt, sodass die Impulse an all diese Stellen gelangen können. Etwas unangenehm war am Anfang, dass sowohl die Weste, als auch die Gurte nass gemacht werden, bevor man sie anlegt, doch auch daran gewöhnt man sich in kürzester Zeit und irgendwann empfindet man es sogar als sehr erfrischend. 

So weit, so gut. Sind die Weste und die Gurte mithilfe des Trainiers am Körper befestigt, kann es auch schon losgehen. Der Anschluss der Weste wird dann mit dem des Trainingsgerätes verbunden und die Karte auf eine Art Ladefläche auf dem Gerät gelegt. Hierdurch erkennt das Gerät alle Daten des Mitglieds und kennt seinen aktuellen Trainingsstand, an dem in der nächsten Trainingseinheit angeknüpft wird. An dem Gerät befinden sich mehrere Regler, jeder für eine bestimmte Körperstelle, die je nach Wunsch des Trainerenden eingestellt werden können. Hier wird entschieden, wie stark die Impulse beim Training sind. Hierbei gilt: Je stärker die Impulse, desto anstrengender wird es!

Doch was genau sind diese Impulse nun und wie fühlen sie sich an? Ich selbst habe die Impulse als eine Art Kribbeln empfunden, welches aber auch ordentlich Druck aufbauen kann, je stärker es wird. Es ist aber nicht unangenehm, man gewöhnt sich auch hieran sehr schnell. Nun ist es beim Training so, dass man immer wieder in eine “Grundstellung” zurückkehrt. Für diese beugt man seine Knie leicht, streckt den Po aus und verschränkt die Hände vor dem Oberkörper. Das Gerät leitet die Impulse immer so, dass sie vier Sekunden dauern. In diesen vier Sekunden wird dann eine Übung, die vom Trainer bestimmt wird, ausgeführt. Danach sind wieder ein paar Sekunden Pause, in welchen man in die Grundstellung zuückkehrt. Die Übungen variieren je nach Trainer und werden im Bestfall von Trainung zu Trainung abewandelt, um dem Körper neue Reize zu geben. Man trainiert hier gänzlich ohne Gewichte, denn die Impulse “simulieren” den Widerstand, den wir normalerweise durch das Heben von Gewichten kennen, am eigenen Körper. Ein Training dauert 20 Minuten, es ist also meist schneller vorbei, als man gucken kann und doch schwitzt man ordentlich und hat währenddessen wirklich das Gefühl, Sport zu machen.

25 MINUTES BRAUNSCHWEIG -DAS STUDIO 
Wie bereits berichtet, habe ich das EMS-Training im 25 Minutes in Braunschweig absolviert. Das Studio ist klein und familiär und wird von drei Mitarbeitern geführt, welche das Training mit einem durchführen. Vor Beginn meines ersten Trainings wurde ich vom Geschäftsführer erst einmal freundlich begrüßt. Man merkte gleich, dass hier eine sehr lockere, ungezwungene Atmosphäre herrscht, die auch auf die Mitglieder übertragen werden soll. Mir wurden einige Fragen gestellt, zu meiner Person, meinen Zielen, die ich mir durch das Training erhoffe, und manches Persönliches. So wurde direkt ein persönlicher Kontakt geschaffen, was mir gut gefallen hat. 

Das Studio verfügt über zwei Trainingsgeräte und einen Crosstrainer für das Cardiotraining. Auch hier wird man mit einem Gerät verbunden und das Training durch Impulse unterstützt. Ich habe auch dieses Workout einige Male ausprobiert und muss sagen, dass ich die Impulse hier als um einiges stärker empfand. Das Training war auch dadurch sehr anstrengend und nach 20 Minuten war man wirklich erledigt.

Diesem Problem, welches bei mir eigentlich immer von einem ordentlichen Schweißfluss begleitet wird, lässt sich im Studio aber schnell beseitigen. Die Umkleideräume sind klein, aber ausreichend und verfügen über eine gepflegte Toilette und zwei seperate Duschen. Dies hat mir persönlich besonders gefallen, da ich kein wirklich großer Fan von den herkömmlichen Gruppenduschen bin. Seine Wertsachen kann man in einem Schrank einschließen, für welchen man bei der Begrüßung jedes Mal wieder einen Schlüssel bekommt und diesen nach dem Training auch wieder abgibt. 

Die Sauberkeit im Studio ist in Ordnung. Auf der Trainingsfläche sieht es immer ordentlich und gesäubert aus und wie gesagt sind auch die sanitären Räumlichkeiten gepflegt. Das Einzige, was ich zeiteweise ein wenig unangenehm empfand, war der leichte Schweißgeruch an den Westen, sobald diese befeuchtet wurden. Mir ist bewusst, dass viele Menschen diese Westen tragen und ich bin da überhaupt nicht empfindlich, wahrscheinlich ist diese Begleiterscheinung nicht einmal zu vermeiden, aber  empfindliche Nasen seien an dieser Stelle lieber leicht gewarnt. 

Wenn man sich dazu entscheidet, im 25 Minutes zu trainieren, dann trainiert man wie gesagt immer jeweils 20 Minuten und im Bestfall und maximal zweimal die Woche. Die Preise für das Training variieren je nachdem, welchen Vetrag man abschließt. Entscheidet man sich für eine 12-monatige Mitgliedschaft, welche ein einmaliges Training pro Woche beinhaltet, zahlt man 79,90€. Für die gleiche Laufzeit, aber zwei Trainingseinheiten pro Woche, bezahlt man hier 109,90€.

MEINE ERFAHRUNGEN MIT DEM 25 MINUTES UND DEM EMS-TRAINING 
Die zwei Monate, in denen ich dieses für mich vollkommen neue Training ausprobieren durfte, sind nun vorbei und es ist Zeit, ein ehrliches Resümee zu ziehen. Über das Studio habe ich eigentlich nichts Negatives zu berichten. Die Trainier waren stets freundlich, haben sich bemüht, persönliche Gespräche beim Training einzubringen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Ich fühlte mich sehr schnell wohl und hatte Spaß am Training. Es wurde immer nachgefragt, wie die Impulse sich für mich anfühlten und wie sie angepasst werden sollten. Lediglich bei den Übungen könnte ich mir vorstellen, dass noch ein wenig mehr Abwechslung das Training noch etwas spannender machen könnte. 

Wie bereits geschildert, war ich nach jedem Training wirklich ausgepowert. Das habe ich persönlich nicht erwartet. Ich dachte, wenn man nur so ein paar Bewegungen für 20 Minuten macht, da merkt man doch nichts. Falsch gedacht – das Ganze konnte wirklich ganz schön anstrengend sein und nicht nur einmal bin ich am nächsten Morgen mit einem Muskelkater aufgewacht. Was aber mal ganz schön war, war aber, dass ich nach dem Training nicht vollkommen ausgelaugt war, und mich sogar ziemlich entspannt gefühlt habe.

Zuguterletzt komme ich zum letzten und wichtigsten Teil: meinem Fazit. Ich muss sagen, dass das Training an sich wirklich Spaß gemacht hat, weil es mal was anderes war und man nicht so vollkommen angestrengt war, wie wenn man Gewichte stämmen muss. Dies war einerseits angenehm, andererseits hatte ich dadurch manchmal Zweifel, ob das Training wirklich etwas “gebracht” hat. Mein Muskelkater lies mich zwar wissen, dass das nicht sein konnte, aber schon allein weil das Training immer so kurz war, kam es einem manchmal so vor, als hätte man nichts getan. Dies ist eigentlich auch positiv, denn das ist ja schließlich das, was das Training einem bieten soll. Ein kurzes, schmerzloses Training, das dennoch Erfolge mit sich bringt.

Zu den Erfolgen muss ich sagen, dass ich an mir selbst keine großen Veränderungen ausmachen konnte. Dies liegt aber sicher daran, dass ich das Training wie gesagt nur zwei Monate lang gemacht habe, und außerdem auch nicht als vollkommen unsportliche Coach Potato mit 15 Kg Übergewicht dort angefangen habe. Gewicht verloren habe ich jedenfalls nicht, das war aber auch nicht mein primäres Ziel. Menschen, die sich jedoch erhoffen, mit EMS abzunehmen, möchte ich an dieser Stelle nur sagen, dass es damit nicht getan ist. Man muss definitv neben dem Training auch Cardiotraining betreiben und vor allem auf seine Ernärhrung achten. Jedoch haben mir einige Gespräche mit anderen Mitgliedern gezeigt, dass diese Erfolge verzeichnen konnten, dafür aber meist mehrere Jahre gebraucht haben. Hier heißt es also: Ausdauer und Geduld sind gefragt! Aber das ist, wenn wir mal ehrlich sind, bei jedem Sport so. Wenn man wirklich Erfolge erzielen will, muss man einen generell sportlichen Lebensstil haben, das ist jedenfalls meine Überzeugung. Was ich jedoch bereits nach zwei Monaten bei mir selbst bemerkt habe, ist, dass ich weniger Rückenbeschwerden habe. Hierfür hat mir das Training also scheinbar doch etwas gebracht. Ansonsten fühle ich mich eigentlich wie immer, aber wie gesagt, ich bin auch nicht vollkommen unsportlich und unfit dort gestartet. 

Ein Manko am EMS ist für mich als Studentin natürlich ganz offensichtlich der Preis. Ich persönlich könnte mir ein solches Training nicht leisten und würde deshalb auf das normale Training im Fitnessstudio ausweichen, jedoch denke ich schon, dass das Training trotz des hohen Mitgliedschaftsbeitrages für einige wirklich Sinn machen kann. Manche Menschen sind sehr eingespannt in ihrem Job und viel unterwegs, sodass ihnen schlichtweg die Zeit fehlt, um stundenlang im Fitnessstudio zu stehen. Einige möchten sich das gönnen und geben das Geld für diesen Luxus gerne aus, vollkommen verständlich! Mein persönliches Fazit ist jedoch, dass solch ein Training das Gefühl bei “normalem” Sport für micht nicht ersetzen kann. An die eigenen Grenzen gehen zu müssen, völlig platt zu sein und sich nach dem Training nur noch aufs Bett zu freuen, empfinde ich persönlich nämlich eher als schön und auch als notwendig, um mich am Leben zu fühlen. Meine Einschätzung zum EMS lautet deshalb unterm Strich: Ganz ohne jedes weitere Training ist es nichts für mich, als Ergänzung zur normalen sportlichen Aktivität jedoch eine tolle Sache! 

Ich hoffe, diese Review hat euch interessiert und euch ein wenig näher an das EMS-Training und das 25 Minutes in Braunschweig herangeführt. 

Ich verabschiede mich dann hiermit zum Schluss mit ein paar Eindrücken meines Trainings.

Bis bald,
eure Isa ❤

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862.jpg7.jpg154(*in liebevoller Zusammenarbeit mit dem 25 Minutes Braunschweig)

WEEKLY UPDATE #7

Einen schönen guten Morgen euch allen!

Ich dachte mir, nachdem es schon so lange kein Wochenupdate von mir gab, wäre es mal wieder an der Zeit. Zwar habe ich diese Woche nicht besonders spannende Dinge erlebt, doch vielleicht interessiert es euch trotzdem, wenn ich euch einen Schlag aus meinem Leben erzähle. Diese Woche habe ich sehr viel Zeit zu Hause verbracht, um mich immer noch mit meinem Uni Kram rum zu schlagen. Und ja, auch wenn so manche das nicht glauben, studieren ist echt anstrengender als man denkt und “Ferien” hatte ich zumindest in all den vier Jahren bisher so gut wie null, weil man immer etwas schreiben oder für Klausuren lernen muss. So ist es auch dieses Mal wieder und ich habe nur noch vier Wochen Zeit, um zwei Hausarbeiten fertig zu stellen, bevor es in den Urlaub geht. Nicht gerade sehr vielversprechend das ganze, aber da muss man wohl durch.

Nun ja, so viel also zu meinen Leiden des Studentendaseins. Jetzt kommen noch ein paar andere Neuigkeiten aus meiner letzten Woche:

Ereignis der Woche: Anlässlich der Hochzeit der Freundin meiner Schwester hatte ich gestern das erste mal in meinem Leben das Vergnügen, an einem Henna Abend teilzunehmen. Ich konnte mir erst mal gar nichts darunter vorstellen, war aber schon ganz gespannt auf das, was mich erwarten würde. Ich liebe es, andere Kulturen und ihre Traditionen kennen zu lernen. Ich finde immer, das hat, obwohl es eigentlich fremd ist, immer so etwas familiäres, behagliches, und oft komme ich aus dem Staunen gar nicht raus. Vieles was ich da so gesehen habe, hab ich vorher noch nie kennen gelernt, und es ist immer wieder schön, dass man, wenn man möchte, immer neue Dinge kennen lernen und seinen Horizont erweitern kann. Dieses Eintauchen in eine etwas andere Welt war für mich auf jeden Fall das Highlight der Woche, denn wenn wir ins Staunen geraten und neugierig auf die Dinge schauen, vergessen wir vielleicht auch mal die kleinen Dinge des Alltags, die uns grade sonst so auf die Nerven gehen.

Top der Woche: Mein persönliches Top der Woche war natürlich das tolle Sommerwetter, aber auch, dass ich es endlich mal wieder geschafft habe, rauszugehen und Outfits für den Blog zu shooten. In letzter Zeit war ich so viel anderweitig beschäftigt, dass das viel zu kurz kam und ich hatte schon ein etwas schlechtes Gewissen. Aber so ist das im Leben leider immer. Man muss Prioritäten setzen, und alles andere muss warten. Umso glücklicher bin ich aber darüber, dass ihr hier auch wieder mein neuestes Outfit anschauen und vielleicht auch fleissig nach shoppen könnt.

Flop der Woche: Ja, was soll ich sagen. Ich denke, ich schaffe es tatsächlich mitten im Hochsommer krank zu sein. Die Nase ist dicht und der Hals kratzt, ich fürchte, ich habe mich bei meiner Cousine angesteckt, mit der ich zuletzt einen ganzen Tag verbracht habe. Das finde ich absolut gar nicht lustig, denn wer mich kennt, weiß, dass ich seit meinem Semester in Finnland irgendwie ein ganz schön angekratztes Immunsystem habe und “normale” Erkältungen bei mir nicht 2 Wochen, sondern 2 Monate dauern. Gott bewahre, dass dem so ist. Aber dann denke ich mir wieder, lieber jetzt, als in 4 Wochen im Urlaub. Man muss immer das Positive sehen oder?

Song der Woche: Für mich ist der Song dieser und auch der letzten Wochen definitiv “Send my love” von Adele. Für gewöhnlich bin ich nicht der größte Fan von weiblichen Sängerinnen, ganz besonders dann wenn sie ewig rum jaulen (so Whitney Houston Style – sorry, aber ich kann es nicht mehr hören), deshalb kann ich auch mit Adele meist nicht so viel anfangen, aber dieser Song ist genau mein Ding und ich könnte ihn rauf und runter hören. Geht es da noch jemandem so, oder werde ich jetzt verteufelt, weil ich irgendwie so gar nicht mit dem Rest der Welt d’accord bin?:D

Kauf der Woche: Ja, also das ist nun ein ganz heikles Thema und ich merke, dass mir das zu Hause sitzen den ganzen Tag nicht gut tut, weil ich dann dazu neige, meine Pausen mit Online-Shopping zu verbringen. Das ist diese Woche so ausgeufert, dass ich wirklich jeden Tag irgendein Paket bekommen habe, und der Postbote mir schon ein wenig bedauernd lächelnd gegenüber getreten ist. Ich hab es mit einem Lächeln hin genommen, denn das meiste was ich bestelle, geht sowieso immer wieder zurück , aber etwas unangenehm war es dann doch schon. Wie dem auch sei, jetzt ist erst mal Kauf-Stop, da wir ja Ende des Monats schon in den Urlaub fliegen, und da brauche ich ja auch etwas Kleingeld. Hier jedoch erst mal der Teil meiner Ausbeute aus den letzten Bestellungen, den ihr auch aktuell noch kaufen könnt:

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Gedanken der Woche: Ich frage mich grad selbst, was ich die Woche so gedacht habe und muss zu meiner Verwunderung feststellen, dass es wohl nicht viel war. Mein Kopf ist grad so voll mit meiner inneren To Do-Liste, dass ich irgendwie an kaum was anderes denken kann, und das schlechte Gewissen, welches sich ausbreitet, weil die Motivation einfach gleich Null ist, macht es auch nicht besser. Ich habe nun noch ein Jahr Studium vor mir, und ich weiß, dass das unglaublich schnell vergehen wird. Aber darüber bin ich auch mehr als froh. Bei mir ist einfach ganz offiziell die Luft raus, und mich ärgert das, weil ich, ein eigentlich so perfektionistischer Mensch, alles nur noch auf Sparflamme mache. Vielleicht ist das auch nicht mal schlecht, und man hat so mehr vom Leben, aber ich denke, die Ehrgeizigen unter euch kennen das Gefühl der Schuld, wenn man nicht das leistet, was man eigentlich könnte. Manchmal habe ich nur Angst vor mir selbst und fürchte, dass ich mir selbst im Weg stehe und irgendwann irgendwas nicht mehr rechtzeitig schaffe, weil mein schlechtes Gewissen mich nur noch unproduktiver macht. Aber dann denke ich mir auch wieder, es hat bisher ja immer irgendwie geklappt, und das wird es hoffentlich auch dieses Mal. Diese mutmachenden Worte würde ich an dieser Stelle sehr gerne mit denjenigen teilen, die auch in einer ähnlichen Situation wie ich stecken: wir schaffen das schon!

So, das war es nun auch schon von meiner Seite. Ich werde mich dann nun ganz vorbildlich weiter an den PC setzen und versuchen, produktiv zu sein.
Ich wünsche euch allen aber einen tollen, entspannten Sonntag mit hoffentlich noch ordentlich viel Sonne!

Bis zum nächsten Mal!
Eure Isa ❤

INSIDE ISELOTTE: SOCIAL MEDIA VS. REALITY – WIE INSTAGRAM UND CO. UNS DEN KOPF VERDREHEN 


Hallo Freunde!

Heute wende ich mich mal mit einem etwas ernsteren Post an euch, in dem ich ein paar Sachen los werden möchte, die mich schon länger nerven und mir auf der Seele brennen. Mir ist durchaus bewusst, dass auch ich ein Instagram-User bin und dass ich mit meinen Bildern dort ein bestimmtes Bild vermitteln möchte. Ich lege wie viele andere Blogger wert darauf, wie meine Bilder auf Instagram aussehen, ich möchte dass mein Feed ein stimmiges Bild erzeugt, denn er repräsentiert meinen Blog und damit meine Arbeit. Mir war es von Anfang an wichtig, Qualität zu liefern und “schöne” Bilder zu zeigen. Ich war nie der “Für mehr Realität auf Instagram”-Typ. Warum? Weil das einfach nichts mit meinem Blog zu tun hat. Natürlich schreibe auch ich mal persönlichere Texte auf Instagram, gebe Einblicke in mein Leben. Aber im Grunde möchte ich, dass meine Bilder auf Instagram zu meinem Content auf dem Blog passen. Und diesen versuche ich seit jeher, wenn auch mit meiner persönlichen Note, professionell zu führen. Dass man als Blogger auf Instagram von anderen “realen Instagramern” verurteilt wird, weil man wert auf hübsche Bilder legt und nicht die Realität abbildet, ist mir nicht fremd. Daran bin ich schon gewöhnt. Und es stört mich auch nicht unbedingt. Ich mache mein Ding, wie ich es für richtig halte und hoffe, dass ich dennoch authentisch und nicht gekünstelt auf meine Leser wirke, nur weil ich meine Texte und Bilder in einem etwas professionelleren Rahmen gestalte.

REAL ODER NICHT REAL, DAS IST HIER DIE FRAGE…
Zu den Menschen, die einen verurteilen, weil man es so macht, wie ich oder viele andere Blogger es machen, muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Was mich allerdings immer mehr schockiert, ist dass einfach so viele Menschen das alles glauben, was ihnen da präsentiert wird, hauptsache der Blogger bestätigt, dass er “real” ist. Das ist das, was mich an Instagram am meisten beunruhigt. Es wirkt auf mich manchmal wie eine Gehirnwäsche, die alle Sinne benebelt und jeder glaubt jeden Mist, den irgendein Instagramer XYZ von sich gibt.

Seit einiger Zeit frage ich mich deshalb: Was ist schlimmer? Einen professionellen Blog zu betreiben und dazu zu stehen, dass man nur Ausschnitte aus seinem Leben zeigt, von denen man möchte, dass sie gesehen werden, oder einen ach so “echten” Instagram Account zu führen, der eigentlich gar nicht echt ist, der genauso nur Ausschnitte zeigt, und das schlimmste: der wohlmöglich auch noch einen ziemlich hohen Anteil an gekauften Followern aufweist? Leider musste ich in den letzten Jahren immer mehr Menschen kennen lernen, denen das ganze Instagram Ding über den Kopf gewachsen ist. Zwar wurde immer erzählt, wie egal einem alles sei, dass man keine Lust habe, sich dafür Mühe zu machen, so viel Zeit dafür zu investieren, und doch verbrachte man 70% seiner Lebenszeit am Handy, um mit Menschen bei Instagram in Kontakt zu treten. Versteht mich nicht falsch, Austausch ist wichtig und schön, aber ich frage mich bei sowas dann einfach immer: Was denn nun? Einerseits versuchen Menschen zu zeigen, dass Instagram nur eine Nebensache und nicht so wichtig ist und sie sich deshalb keine Mühe für “perfekte” Bilder geben, andererseits hört man aus allen Ecken, dass Instagramer A,B und C sich ordentlich Follower gekauft haben. Dieser ganze Wahn, dieser Wunsch, Instagram-Fame zu sein, nimmt für mich langsam beängstigende Formen an. Und noch erschreckender finde ich, dass viele mit sowas auch durch kommen und enormen Anklang finden, weil sie ihren Followern eine “Echtheit” vor gaukeln, die einfach NIEMALS gegeben ist! Ich merke erschreckenderweise immer mehr, dass bei Instagram schon lange nicht mehr die Qualität eines Blogs und sein Inhalt zählt, sondern eher, was man für ein Bild von sich selbst vermittelt. Man hat das Gefühl, es geht immer mehr darum, sich selbst darzustellen, um das eigene Selbstwertgefühl aufzupolieren, und nicht darum, wirklich interessante Inhalte für seine Follower zu gestalten.

IST DAS ALLES ECHT?
Egal was für eine Art Account, Blog oder was auch immer wir betreiben, wir zeigen IMMER nur das, womit wir selbst uns identifizieren und von dem wir wollen, dass andere es sehen. Mich eingeschlossen. Wirklich NIEMAND auf Instagram oder auf einer sonstigen sozialen Plattform ist “real”! Ich finde es so schockierend, dass aber genau das den Leuten ständig weiß gemacht werden will. Wodurch ist man denn real? Weil man sein hingeklatschtes Essen fotografiert und sagt “Seht ihr, ich fotografiere mein Essen nicht so lange, bis es kalt ist. Ich bin real.” Das ist doch einfach albern. Wenn das der Maßstab dafür ist, an dem man abmessen kann, ob jemand echt und authentisch ist, frage ich mich, in was für einer naiven Welt wir doch leben. Ich finde es immer wieder sehr amüsant zu sehen, wie all diese angeblich so echten Accounts von ihren Followern in den Himmel gehoben werden und ihnen alles geglaubt wird, was sie sagen. Ich möchte hier niemanden angreifen, ganz ohne Zweifel gibt es auch Blogger und Instagramer, die wirklich echt sind, zu sich stehen, aber dann auch WIRKLICH eine gewisse Distanz zu Instagram und Social Media einnehmen und ihren Selbstwert nicht von einer Followerzahl abhängig machen. Das ist aber leider die Minderheit.

Dieser Post hier richtet sich an die Leser, diejenigen, die jeden Tag von der Flut von Bildern und Informationen überrollt werden, und deren Aufgabe es ist, zu filtern, was gut für sie ist, und was nicht. Im Endeffekt kann jeder machen was er will, das ist nicht meine Sache. Was mich daran stört ist aber, dass man die eigene Verantwortung für das, was die eigene Aktivität bei den Followern auslöst, nicht wahrnimmt, sie einfach übergeht und Menschen Dinge auftischt, die nicht wahr sind, nur um selbst in einem besseren Licht zu stehen. Ich kann es nur wieder sagen, nichts auf Instagram ist echt, liebe Leute. Vieles hat mit Geld zu tun, damit, Ansehen zu erlangen. Ich finde es z.B. ganz schön beunruhigend, wenn ich von Menschen Dinge höre wie, was für ein “perfektes Paar” und wie “glücklich” ich und mein Freund doch seien. Das schmeichelt mir zwar, aber nun mal im Ernst, woran kann man das beurteilen? Daran, dass ich ein Bild zeige, auf dem wir glücklich wirken? Natürlich läuft es im großen und ganzem gut mit meinen Freund, sonst wären wir nicht zusammen, das heißt aber nicht, dass wir jeden Tag in einer Seifenblase leben oder über rosarote Wolken hüpfen. Jeder von uns hat Sorgen, jeder von uns hat Probleme, mit denen er tagtäglich fertig werden muss. Kein Leben ist perfekt, keiner hat die perfekte Familie, den perfekten Körper, den perfekten Job. Es gibt Zeiten, in denen auch ich richtig ausgebrannt bin, in denen es mir wirklich schlecht geht und in denen Dinge passieren, die mich fertig machen. Aber muss das die ganze Welt wissen, nur damit ich angeblich real bin? Muss ich ständig alles, was in meinem Leben passiert, groß und breit und witzig erzählen, damit ich authentisch bin? Wenn das so ist, finde ich es sehr schade, denn das sagt eigentlich nichts über mich aus, sondern nur über die Menschen, die anscheinend so darauf angewiesen sind, Informationen aus dem Leben anderer zu erhalten, um sich selbst am Leben zu fühlen. Natürlich möchte ich meinen Lesern auch etwas von mir zeigen, so wie ich es gerade tue, das muss ich aber nicht immer und ohne Grenzen. Und nur weil ich Grenzen setze und lieber schöne Dinge aus meinem Leben zeige, heißt das aber nicht, dass ich nicht auch schlechte Momente habe. Das zu erkennen, ist aber eine Leistung, die der Leser selbst erbringen muss. Auch ich folge vielen Bloggern, lese gerne ihre Geschichten. Aber mir ist IMMER bewusst, dass sie auch nur Menschen sind. Dass auch sie Fehler und Ängste haben, auch wenn sie sie nicht öffentlich präsentieren.

WENN DER SCHEIN TRÜGT
Dieser Schein, der durch Instagram produziert wird, übt wie ich finde, einen enormen Druck auf den “normalen” Menschen aus. Egal ob es sich um einen “realen” Account handelt, oder solche, die das ganze mit etwas Distanz betreiben, wie ich. Jeder sieht zu seinen Lieblingsbloggern auf, will so sein wie sie. So ein tolles, unbeschwertes Leben haben. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch toll, man identifiziert sich mit dem, was der andere macht. Aber dennoch sollte jeder von uns auch versuchen, Dinge kritisch zu hinterfragen und zu überlegen was wirklich an allem dran ist, was uns da vor die Nase gesetzt wird. Bei mir läuten zum Beispiel immer die Alarmglocken, wenn ich so genannte “Food, Fitness, Sonstwas”-Accounts sehe, die ständig, in Dauerschleife von Selbstliebe sprechen (das Wort kann ich auch nicht mehr hören), von ihrem tollen Abnehmweg und ihrem gesungen Lebensstil erzählen, angeblich vermitteln wollen, dass es egal ist, wie man aussieht, aber zu 50% ihren Körper vor der Kamera positionieren müssen. Wo ist da die Logik? Wo ist da die gesunde Einstellung zum Leben? Wenn es diesen Accounts tatsächlich darum geht, zu vermitteln, was ein gesunder Lebensstil ist, sollten sie vielleicht mal überlegen, ob diese Fixierung auf den Körper da so hilfreich ist. Hier spreche ich aber eher von den “normalen” Menschen, nicht von “richtigen” Fitness Accounts. Dass die eine andere Botschaft haben, ist mir bewusst, und bis zu einem gewissen Grad verstehe ich das Bestreben, motivieren zu wollen. Auch wenn ich meist finde, dass solche Dinge meist eher unter Druck setzen und einen mit sich selbst unzufrieden machen, als zu motivieren, aber das ist eine andere Sache.

Jedenfalls, ich denke, um auf den Punkt zu kommen, wiederhole ich noch einmal, was ich im Kern sagen möchte. Lasst euch nicht von allem verblenden, was ihr seht! Folgt Bloggern, lasst euch inspirieren, aber sprecht nicht alles heilig, was er oder sie tut. Fangt an, eine kritische Haltung gegenüber ALLEM, was ihr im Internet seht, zu entwickeln. Das ist so wichtig, um sich selbst zu schützen, um Mensch zu bleiben, um sich nicht abhängig von der Meinung fremder Menschen und Followerzahlen zu machen. Diese Gesellschaft ist sowieso schon so oberflächlich. Es geht nur noch darum, wer schöner, besser, muskulöser ist oder wer die meisten Designer Klamotten hat. Ich für meinen Teil habe die Erfahrung gemacht, dass Blogs und Instagram eine ganz tolle Sache sind, um zu inspirieren und inspiriert zu werden, sei das nun im Food-, Fitness-, oder Fashionbereich. Jedoch nehme ich mir einen Satz zu Herzen, den meine Mama immer sagt:”Alles ist für den Menschen da, aber alles in Maßen”. Das wahre Leben spielt sich nun mal nicht auf Instagram ab, und darauf sollte sich jeder von uns immer wieder besinnen, um sein eigenes Leben leben zu können, ohne sich schlecht zu fühlen, weil irgendein Blogger ein viel schöneres Leben hat. Hinter verschlossenen Türen unterscheiden sich unsere Leben wahrscheinlich gar nicht so maßgeblich, und Glück hängt nicht davon ab, wie viel Muskeln wir haben, wie unser Körper aussieht, oder welche Designertasche wir tragen.

Verzeiht mir für diesen langen und ehrlichen Text, aber das musste einfach seit langem mal raus, und ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen und euer Feedback!

Bis bald,
eure Isa ❤

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WEEKLY UPDATE #6

img_9820Einen schönen guten Morgen meine Lieben!

Diese Woche ging besonders schnell um, weil sie so schön war. Wie ihr sicher wisst, haben mein Freund und ich die letzten Tage in Prag verbracht und sind auch noch ein paar Stunden hier, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht und wieder der Ernst des Lebens losgeht. Ich habe diese letzten vier Tage sehr genossen, wenn auch meine Hausarbeiten mir dennoch ab und zu durch den Kopf gegeistert sind. Hier ist jedenfalls mein Rückblick für diese Woche, und was Prag angeht, werde ich wahrscheinlich noch eine kleine gesonderte Review schreiben!

Top der Woche: Das Top der Woche war natürlich unsere gesamte Reise nach Prag. Wir haben die Stadt erkundet, die wenn auch wenige Sonne genossen, lecker gegessen, ein wenig geshoppt und einfach mal die Seele baumeln lassen. Die Stadt ist so toll und voller schöner Dinge zu entdecken und für mich als Architekturliebhaberin sind natürlich all die wunderschönen und alten bunten Häuser ein wahres Highlight. Wer sein Herz auch an solche Bauten verloren hat, der muss unbedingt nach Prag kommen, denn hier kommt man über die Schönheit der Stadt gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.

Flop der Woche: Auch wenn Prag wunderschön ist, eins hat genervt: die Menschenmassen! Ich war schon einmal in Prag und konnte mich auch daran erinnern, dass schon damals ziemlich viele Touristen, besonders auch aus Deutschland, anwesend waren, aber dieses Mal hat es wirklich den Rahmen gesprengt. Alle wichtigen, also populären Punkte der Stadt, waren so dermaßen überfüllt und überrannt, dass man es teilweise nicht einmal geschafft hat, schöne Bilder von Gebäuden zu machen, weil jedes Mal eine riesige Menschentraube davor platziert war. Die Karlsbrücke, das Herzstück der Stadt, war so überfüllt, dass man ihre Schönheit gar nicht mehr erkennen konnte, was ich doch sehr schade fand. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit, und ja ich weiß, ich selbst bin ja auch Tourist, aber dennoch nimmt das dem ganzen doch immer so ein ganz klein wenig seinen eigentlichen Glanz.

Errungenschaft der Woche: Ich muss sagen, dass wir dieses Mal für meine Verhältnisse wirklich wenig in Geschäften unterwegs waren. Wir haben vielleicht fünf Läden wirlkich besucht; das war’s. Ich hatte aber dieses Mal irgendwie gar nicht so das Bedürfnis, in Massen zu shoppen, sondern wollte lieber die freie Zeit genießen und die Stadt auf mich wirken lassen. Und das haben wir auch getan. Dennoch habe ich ein paar schöne Dinge gefunden, die mich wirklich glücklich machen und in die ich mich alle sofort verliebt habe. Zum einen war das eine weiße Culotte aus Spitze, die ich zu einem absoluten Schnapperpreis ergattern konnte. Zum anderen habe ich endlich ein neues Portemonnaie und dazu passend ein Schlüsseletui gefunden. Das Hauptfundstück ist aber eine wunderschöne italienische Ledertasche mit Blumenmuster, die ich euch auf jeden Fall auch noch zeigen werde! Wie ihr seht, es war nicht übermäßig viel, aber all die Dinge machen mich sehr glücklich.

Gedanken der Woche: Auch aufgrund der Ereignisse, die sich in Frankreich zugetragen haben, ist mir in unserer Zeit hier in Prag wieder einmal etwas klar geworden. Ich war zwar glücklich und froh, endlich mal Luft holen zu können, andererseits kreisten meine Gedanken aber auch ab und zu darum, wie zerbrechlich und vergänglich unser Leben doch ist und wie schnell alles vorbei sein kann. Oft lässt man die Dinge nicht an sich heran weil man sagt:”Naja, das Leben ist halt so. Es betrifft mich halt grad nicht.” Aber mich betrifft es irgendwie schon. Vielleicht manchmal auch zu sehr, denn ich kann an der Welt sowieso nichts ändern, aber manchmal fühle ich mich wirklich schlecht, wenn ich glücklich durch die Straßen schlendere, wo ich doch weiß, dass im selben Augenblick so viele andere Menschen leiden. Es ist ein bitterer Beigeschmack, wenn man weiß, was andere Menschen gerade und wieder andere tagtäglich erleiden müssen und wenn zur rechten und linken beim Frühstück Franzosen sitzen, macht es das ganze nicht einfacher. Mir zeigt das aber eines: diese Welt ist so riesig und doch so klein. In den heutigen Zeiten, wo uns alle Türen offen stehen, haben wir die Möglichkeiten, Menschen aller Länder so nah zu sein wie nie zuvor. Wir sind eins. Eine große Familie. Wir sind alle aus dem selben Holz geschnitzt, wir alle kommen auf diese Welt und verlassen sie irgendwann auch wieder. In den letzten Tagen habe ich leider oft darüber nachdenken müssen, wie ich sie wohl verlassen werde. Ich habe mich gefragt, was ich noch erreichen will, was ich sehen will, was für ein Mensch ich sein will. Wie ich leben kann, und der Welt meine Dankbarkeit dafür zu zeigen, dass ich so viele Möglichkeiten habe, die andere nicht haben. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man nicht viel tun kann, außer einander zu lieben. Seinen Nächsten zu lieben, ist für mich schon immer ein Grundgesetz. Und ja, es gibt Menschen, die auch ich nicht mag. Niemand ist unfehlbar. Aber dennoch sollten wir alle immer wieder aufs neue, jeden Tag versuchen, uns selbst zu fragen, was für Menschen wir sein möchten und wie wir selbst die Welt, wenn auch nur für einen kleinen Moment, im alltäglichen Leben, sei es durch ein Lächeln oder eine kleine liebevolle Geste für den Gegenüber, besser machen können. Ich denke, das ist in Zeiten wie diesen das einzige, das wir tun können und das einzige, das wir haben.

Pläne für die kommende Woche: Je schöner diese Woche war, desto mehr grault es mir vor der nächsten. Dann steht nämlich meine Kunst Hausarbeit an, die ich dringend vor meiner Reise nach Polen Ende Juli fertig bekommen muss.
Deshalb atme ich jetzt noch ein wenig aus und wünsche euch einen wunderbaren Sonntag!

Bis bald in Deutschland!
Eure Isa ❤

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